Neuigkeiten

03.Dezember // Nikolauspaddeln DEs Sportkreises Mannheim

Am ersten Adventssonntag fand dieses Jahr das Nikolauspaddeln des Sportkreises Mannheim statt. Trotz der durchwachsenen Wettervoraussage fanden sich rund 80 Paddler und Paddlerinnen aus der Region auf der Kiesbank vor Speyer ein - darunter auch 13 Brühler Paddler. Traditionsgemäß waren die meisten mit Nikolausmütze und Glühweintasse ausgestattet. Die Brühler von Phillipsburg kommend landeten an, um sich unter das Paddler-Volk zu mischen und mit Glühwein aufzuwärmen.

Kreiswanderwart Gerhart Maier begrüßte alle Teilnehmer und Ehrengäste. Die Nikolausfahrt ist sogar bei Teilnehmern aus der weiteren Umgebung sehr beliebt. Dies führt auch dazu, dass die Mannheimer Paddler mittlerweile in der Unterzahl sind. Mit einem dreifachen Ahoi und der Ermahnung, die großen Schiffe nicht zu ärgern machten sich die Paddler auf den Weg rheinabwärts. Der Fluß war ruhig und es herrschte wenig Schiffsverkehr. Bald setzte auch leichter Schneefall ein, so dass eine schöne winterliche Stimmung aufkam.

Es ging rheinabwärts bis zum WSV Brühl. Das Bootshaus war bis auf den letzten Platz gefüllt. Das Küchenteam des WSV leistete wie jedes Jahr gute Arbeit und versorgte die hungrigen Paddler schnell mit leckerem Eintopf, Würstchen und Getränken. Inzwischen hatte es weiter geschneit und die Landschaft war mit einer leichten weißten Schneeschicht bedeckt.

Gut gesättigt viel es den einen oder anderen sichtlich schwer die Paddelkleidung wieder überzuziehen und die Weiterfahrt zur Endstation nach Mannheim anzutreten.

Manche blieben aber auch einfach sitzen. So klang dieser Nachmittag mit netten Paddlergesprächen bei Kaffee und Kuchen aus.

 

08. Oktober // Saisonabschluss auf dem Neckar

Die Saison ist gut zu Ende gegangen und die Paddler waren eifrig. Ein paar Sonnentage mehr und das große Ziel, die 20.000 Flußkilometermarke zu knacken, wäre erreicht worden.

Nach 19.247 km im Vorjahr konnten die Bühler Paddler noch mal gut 500 km drauflegen um dem Ziel näherkommen. Aber bei 19.795 km war die Saison leider zu Ende.

Dieser Abschluß wurde mit der gemeinsamen Fahrt auf dem Neckar von Neckargemünd nach Neckarsteinach gewürdigt. Dieses Jahr sogar wieder mit einem Großkanadier, der zwischen den vielen Kajaks herausragte. Diese Gelegenheit nutzten dann auch gleich unsere neuen Schnuppermitglieder, um den Umgang mit dem Stechpaddel zu üben.

Das es erstmal Stromaufwärts ging störte bei dem schönen Ausblick niemanden. Die Nebelschwaden hoben sich und gaben den Blick auf die Burgruinen frei. Ein Ausflugschiff zog an der Gruppe vorbei, die ansonsten den Neckar für sich alleine hatten und die herbstliche Landschaft genoss.

In Neckarsteinach angekommen wurden die Boote sorgfältig am Ufer abgelegt und die Paddler machten sich auf den Weg zum Griechen. Der gesprächige und gut aufgelegte Wirt wurde über den Unterschied zwischen Rudern und Paddeln aufgeklärt und machte sich dann daran die leckeren Gerichte aufzutischen.

Von Gyros, Lamm und Zaziki gestärkt ging es wieder in die Boote und mit vollem Bauch war es auch gut, dass es nun stromabwärts ging. Noch schnell im Vorbeifahren wurde der Ball eines Fußballvereines aus dem Neckar gerettet und schon waren die Paddler auch wieder am beladen des Hängers. Inzwischen hatte es angefangen zu regnen aber die Aussicht auf Kaffee und Kuchen im warmen Bootshaus hielt die gute Stimmung hoch und der Tag klang in netter Runde gemütlich aus.

Jetzt heißt es wieder paddeln für die neue Saison, damit alle aktiven Vereinsmitglieder die 20.000 Gesamtkilometer für den Verein im nächsten Jahr schaffen.

 

24. September 2017 // Abpaddeln mit dem Sportkreis Mannheim

Das Weißwurstfrühstück kam für die Brühler wie gerufen. 17 Paddler und deren Fahrer nahmen Platz im Huttenheimer Bootshaus, um das dortige Oktoberfest zu eröffnen und sich so für die Abschlussfahrt des Sportkreises Mannheim von Hüttenheim nach Brühl zu stärken.

Nach und nach trudelten Paddler aus den verschiedenen Vereinen der Region ein und Kreiswanderwart Gerhard Maier wartete mit dem Start des diesjährigen Abpaddelns noch bis sich der Nebel über den Rheinauen etwas gelichtet hatte.

Ein dreifaches Ahoi und die Boote glitten an den verschiedenen Einstiegsstellen ins Wasser. Alle sammelten sich auf den ruhigen Wasser und dann ging es über die Bucht hinaus auf den Rhein.

Im Geleit der erfahrenen Paddler befand sich der erste Schnupperpaddler aus der diesjährigen Saison, der sich die 30 km Tour zutraute. Daß es auf dem Rhein nie langweilig wird und sich die Übungseinheiten für die Schnupperer auszahlen zeigte sich schon nach den ersten Kilometern.

Ein Schubverband warf sehr hohe Wellen auf, die die Bootsdecks der Kajaker locker überspülten. Für die geübten Paddler ist es Spaß, für Anfänger eine Herausforderung, die sehr gut gemeistert wurde.

Die Sonne schaffte es langsam den Nebel zu verdrängen und im goldenen Herbstlicht ging es an Phillipspurg vorbei Richtung Speyer. Der Dom kam langsam näher und gemächlich schoben sich die Kajaks und Kanadier Richtung Brühl. Manche bogen ab in den Althreinarm bei Ketsch, andere bevorzugten die direkte Strecke weiter auf dem Rhein.

Alle erwartete das bestens vorbereitete Kochteam der Brühler mit großen Töpfen voller Chili, die die hungrigen Paddler verköstigten. Das schöne Wetter und die Aussicht am Bootshaus taten ihr übriges für die Gute Stimmung, die viele Paddler länger sitzen ließ als gedacht.

Der Kreiswanderwart bedankte sich bei den Paddlern und Helfern für den schönen Saisonabschluss, natürlich mit dem Hinweis, daß das gemeinsame Nikolauspaddeln ja fast schon vor der Tür steht.

 

29. Juli 2017 // Kinderferienprogramm des WSV

Der erste Feriensamstag stand, wie auch in den vergangenen Jahren, ganz im Zeichen des Wassersports. Um der großen Nachfrage gerecht zu werden, entschlossen sich die beiden für Jugendarbeit zuständigen Mitglieder Melanie Kupka und Patrick Jakob in diesem Jahr zwei Blöcke mit jeweils 8 Teilnehmern ans Bootshaus einzuladen. Die Jugendlichen wurden zunächst mit der Ausrüstung vertraut gemacht und durften bereits nach kurzer Zeit praktische Erfahrung sammeln. Unterstützt wurden sie neben den oben genannten durch Bootswart Kurt Ding, Wanderwart Kurt Weber und Gattin Rosemarie Weber.

Bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen wurden die Grundlagen des Paddelsports erlernt, Paddeln ohne Paddel, Rückwärtsfahren und Slalomfahren geübt, die Natur erkundet, ein Rennen gefahren und schließlich eine ausgiebige Wasserschlacht ausgefochten. Die Teilnehmer und die Betreuer hatten sichtlich Spaß und laden alle Interessierten ein, mit dem WSV in Kontakt zu treten.

 

14. Bis 19. Juli 2017 // Schuljahresausklang am "SchwÄbischen Meer"

In guter Tradition der Kooperation WSV und Schillerschule Brühl kam es auch in diesem Jahr zu einer Klassenfahrt ins "Paddelcamp" auf die Höri am Bodensee vom 14. – 19.07.2017.

Begleitet wurden die Schüler der 8.Klasse neben den beiden Lehrkräften Nadine Köhler und Patrick Jakob auch wie in den Jahren 2013 und 2014 von Raimund und Christel Hoffmann. Weitere Unterstützung fand die Gruppe durch Achim Christ (DKV Kanulehrer), Stefanie Knödler, sowie Noragha Beek, welcher vor allem Christel Hoffmann als Beikoch zur Hand ging.

Nachdem die Gruppe am 14. Juli ihr Zeltlager errichtet hatte, standen die nächsten beiden Tage ganz dem Wassersport zur Verfügung. Bei traumhaften Temperaturen durften die Teilnehmer ihre Techniken im StandUpPaddling und dem Kayakfahren verfeinern. Neben den Grundlagen in Balance und Paddeltechnik wurden auch schnelle Wendungen und Streckenfahren geübt. Verschiedene Spiele mit dem Ball rundeten diese Einheiten ab. Einen Höhepunkt bildete der Sicherheitsworkshop durch Achim Christ. Kentern, Paddelstützen, Wiedereinstieg und Eskimotieren standen auf dem Programm.

Am Sonntag, den 15.07. war die Gruppe beim Kanuclub Radolfzell zu Gast und durfte im Rahmen des Herrenfestes zwei Großkanadier mit Solarlampions schmücken und mit diesen an einer nächtlichen Prozessionsfahrt entlang der Radolfzeller Uferpromenade teilnehmen. Das spektakuläre Feuerwerk betrachteten die jungen Kanuten dann vom See aus. Da die Gruppe erste um 12 Uhr bereit für ihren Rückweg nach Iznang war, blieb nur noch der "walking bus" und nach einer ausgedehnten Nachtwanderung von 6 km verschwanden die Jugendlichen auch schnell in ihren Zelten.

Auch die folgenden beiden Tage waren mit interessanten Aktivitäten gefüllt. So fuhr die Gruppe nach Stein am Rhein um von dort mit dem Schiff nach Schaffhausen zu gelangen und sich durch den Anblick des imposanten Rheinfalls begeistern zu lassen. Auch die Fahrt nach Konstanz mit dem Zug am darauf folgenden Tag war ein erneuter Höhepunkt, welcher der der Gruppe viel Freude bereitete.

Trotz der anstrengenden Ausflüge wurde an den Abenden weiterhin fleißig Wassersport betrieben und allabendlich ein Lagerfeuer entzündet. Begeistert waren alle auch von den abwechslungsreichen Gerichten, die "Seesternchen" Christel in ihrem Küchenzelt zauberte. Suppen, Salate und Nachspeisen gehörten zum täglichen Speiseplan.

 

25.06.2017 // Auszeichnung im Rahmen der Aktion Sportvereint der Dietmar Hopp Stiftung -
WSV BrÜhl 1933 e.V. erhÄlt 20.000 Euro-Spende

Der Wassersportverein Brühl 1933 e.V. lebt und liebt Kanusport und bietet Kindern, Erwachsenen und Senioren Bewegung auf dem Wasser an. Für sein generationenübergreifendes Angebot wurde der Verein nun von der Dietmar Hopp Stiftung im Rahmen der Aktion Sportvereint mit 20.000 Euro ausgezeichnet.

Die Aktion Sportvereint wirbt für mehr Bewegung unter Seniorinnen und Senioren und fördert generationsübergreifende Initiativen. Dazu spendet die Dietmar Hopp Stiftung je 20.000 Euro an 20 Sportvereine aus der Metropolregion Rhein-Neckar. Der WSV Brühl 1933 e.V. bewarb sich erfolgreich bei der Aktion um eine Spende. Sie wurde am Sonntag, den 25. Juni 2017 auf dem am Rhein gelegenen Vereinsgelände in Brühl während des jährlichen stattfindenden Sommerfestes symbolisch übergeben. Der Vereinsvorstand, zahlreiche Vereinsmitglieder, Gäste sowie Sportreferent Henrik Westerberg von der Dietmar Hopp Stiftung waren bei der Feierstunde anwesend.

Mit der Spende wird eine neue Bootshebeanlage angeschafft werden. Die zu überwindende Treppe zum Wasser schränkte die Mobilität der Senioren stark ein. Mit der Neuanschaffung wird der uneingeschränkte Zugang zum Wasser für die Generationen möglich. "Der familiäre Zusammenhalt und das gemeinsame Sporttreiben sind uns in unserem Verein sehr wichtig", so Vereinsvorstand Heinz Spieß. "Wir freuen uns sehr über die Unterstützung und ich danke allen Beteiligten, die mit enormen Einsatz die Bewerbung erfolgreich vorangetrieben haben. Die Spende zeigt auch, dass sich unser vielfältiges soziales Engagement in der Gemeinde in jeder Hinsicht lohnt."

Henrik Westerberg war von der herzlichen Vereinsatmosphäre begeistert: "Der Kanusport ist eine beliebte Freizeitbeschäftigung auf dem Wasser in jedem Alter. Hier beim WSV zeigt sich, wie die Freude an Bewegung mit dem Entdecken von Natur, Landschaft und Tierwelt Gemeinsamkeiten zwischen Jung und Alt schafft. Wir gratulieren den Verantwortlichen zu der überzeugenden und generationsübergreifenden Vereinsarbeit!"

Über den WSV Brühl 1933 e.V. und seine besondere Arbeit:

Der WSV Brühl 1933 e.V. hat ca. 220 Mitglieder, von denen 55% 60 Jahre und älter sind. Hier können Wassersportler Einer- und Zweier-Kajaks, Canadier, Großcanadier für bis zu 7 Personen und seit kurzem auch Stand-Up-Paddelboards (SUPs) fahren. Paddeln ist sowohl eine Gruppen- als auch eine Individualsportart. Der besondere Vorteil des Paddelsports ist, dass er von Kindern und Erwachsenen bis ins hohe Alter, vor allem auch gemeinsam, betrieben werden kann. Der WSV Brühl 1933 e.V. bietet mehrtägige Vereinsfahrten an. Außerdem paddeln Jung und Alt gemeinsam auf der Heimstrecke von Rhein und Altrhein. Im Vordergrund steht Spaß an der Bewegung. Selbstverständlich hilft man sich gegenseitig beim Ein- und Aussteigen. Gerade die Senioren benötigen dabei oft Unterstützung. Wenn diese mal alleine unterwegs sind kann dies ein großes Hindernis sein.

Um den Senioren weiterhin den Zugang zum Wasser und damit zu ihrem Sport zu ermöglichen, soll die neue Bootshebeanlage angeschafft werden. Bisher müssen die meist recht schweren Boote jeweils über eine Treppe zum Wasser getragen werden. Dort angekommen, fällt das Einsteigen schwer, wenn gerade keine Hilfe zur Seite steht. Mit der Bootshebeanlage soll das Boot künftig einfach von Jung und Alt zu Wasser gelassen werden können. Das Tragen des Bootes die Treppe hinunter und das Einsteigen direkt auf dem Wasser wäre dann nicht mehr erforderlich. Mit der Beantragung der Baugenehmigung beginnt das Projekt in den nächsten Wochen. Mit der Fertigstellung wird im kommenden Jahr gerechnet.

Kurzprofil Sportvereint der Dietmar Hopp Stiftung:

Die Dietmar Hopp Stiftung hat im Frühjahr 2016 ihr 20-jähriges Bestehen gefeiert und aus diesem Anlass die Jubiläumsaktion Sportvereint ausgerufen. Die Förderaktion wirbt für mehr Bewegung unter Seniorinnen und Senioren und will generationsübergreifende Initiativen fördern. Dazu spendet die Stiftung je 20.000 Euro an 20 Sportvereine aus der Metropolregion Rhein-Neckar, welche sich durch außergewöhnliche Vereinsarbeit für Menschen jeden Alters auszeichnen. Die ausgezeichneten Sportprojekte sind vorbildlich sowie innovativ und animieren neben Senioren, Kinder und jugendliche Menschen mit und ohne Behinderung zum Mitmachen.

Über die Dietmar Hopp Stiftung:

Die Dietmar Hopp Stiftung wurde 1995 gegründet, um die Umsetzung gemeinnütziger Projekte zu ermöglichen. Das Stiftungsvermögen besteht überwiegend aus SAP-Aktien, die Dietmar Hopp aus seinem privaten Besitz eingebracht hat. Seit ihrer Gründung hat die Stiftung, die zu den größten Privatstiftungen Europas zählt, rund 550 Millionen Euro ausgeschüttet. Der Schwerpunkt der Förderaktivitäten liegt in der Metropolregion Rhein-Neckar, mit der sich der Stifter besonders verbunden fühlt. Auf Antrag fördert die Stiftung Projekte gemeinnütziger Organisationen in den Bereichen Jugendsport, Medizin, Soziales und Bildung in der Metropolregion Rhein-Neckar. Die Förderrichtlinien können auf der Website eingesehen und entsprechende Anträge an die Geschäftsstelle in St. Leon-Rot gerichtet werden. Darüber hinaus setzt die Dietmar Hopp Stiftung ihre satzungsgemäßen Zwecke durch eigene Förderaktionen um. Die bisher größte Aktion will unter dem Titel "alla hopp!" alle Generationen für mehr Bewegung begeistern. Daher spendet die Stiftung Bewegungs- und Begegnungsanlagen an 19 Kommunen der Region im Gesamtwert von 45 Millionen Euro. Die Dietmar Hopp Stiftung ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Stiftungen, im Verein Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar und in der Sportregion Rhein-Neckar e.V.

 

15. bis 18. Juli // Gemütliche Wanderfahrt an die Mosel & Sauer

Dieses Jahr sollte die Wanderfahrt der Brühler Paddler ganz unter einem Motto stehen "gemütlich".

Dafür waren die Flüsse Mosel und Sauer ausgewählt worden, die das von ihren Eigenschaften her versprachen. So machten sich am langen Wochenende über Fronleichnam 20 Paddler auf den Weg nach Bernkastel-Kues.

Mit der Gemütlichkeit war es jedoch schnell vorbei, als ein Teil der Truppe nicht auf dem Zeltplatz ankam, da das Fahrzeug mir dem Bootsanhänger mit einer Panne liegengeblieben ist. Durch ADAC und einem Ersatzfahrzeug mit Anhängerkupplung schafften sie es doch noch am Abend anzukommen.

Der Wanderwart Kurt Weber hatte einen schönen, großen Zeltplatz auf einer Halbinsel organisiert, auf dem es sich die Paddler in Zelten, Wohnmobilen und -wägen sowie angemieteten Holzfässern gemütlich machten. Am Abend wurde unter den Pavillons für die Gemeinschaft bei Gegrilltem die Aufregung der Anreise verarbeitet und der nächste Tag auf der Mosel vorbereitet.

Die Boote und die Paddler zum Einstieg zu bringen ist inzwischen Routine und so konnte auch nach Plan in Trittenheim bei strahlendem Sonnenschein eingesetzt werden. Die Mosel fließt wirklich sehr gemütlich vor sich hin. Da hatte man genügend Zeit die Weinberge und Burgen zu bewundern, die sich entlang der Strecke säumten. Konzentration war wieder gefragt als ein Stauwehr passiert werden musste. Eine bisher unbekannte Art von Bootsrutsche mit Ampelschaltung und eine Sportbootschleuse standen zur Verfügung. Bei der Entscheidung war die Robustheit der Boote von Entscheidender Bedeutung. So war schnell klar, wer sich schleusten läßt und wer sich auf die Rutsche begibt. Letztendlich kamen alle wohlbehalten unten an, wobei die lange Bootsrutsche mit Ihren rauhen Betonwänden den Booten ganz schön zusetzte und die Lehre gezogen wurde, nicht sofort mit der ersten Welle rein zu fahren.

Wieder aufgefrischt ging es auf die zweite Hälfte der insgesamt 26 km. Die letzten Kilometer nutzte unser Ehrenmitglied Robert Geschwill um sich mit zwei jüngeren Paddlern ein kleines Rennen zu liefern und ihnen ein Lehrstück in Sachen Ausdauer und Durchzug zu erteilen. Das Globus-Abzeichen macht sich doch auch in den Armen bemerkbar. Die Gruppe kam direkt am Zeltplatz an und bis auf die Autorückholer bereiteten sich alle auf das Abendessen in einer netten Brauereigaststätte vor.

Am nächsten Morgen wurde der leere Boots-Hänger direkt nach Traben-Trabach gefahren, da die Fahrt vom Zeltplatz aus weiterging. Vorbei an den ganzen Passierschiffen, durch den auffrischenden Gegenwind hin zum nächsten Stauwehr. Da dies baugleich zu dem vom Vortag war, ging jetzt alles viel routinierter von statten. Bis auf eine hohe Welle, die am Ende der ca. 20 Meter langen Rutsche stand und manchen Paddler - je nach Bootstyp - komplett eintauchen ließ. Zum Glück war es heiß und die Abkühlung für den Rest der Strecke war erfrischend.

Fazit am Abend: die Mosel ist schön, aber etwas mehr Strömung wäre noch schöner.

Das sollte sich auf der letzten Tour ändern. Nach einer längeren Anfahrt ging es auf die Sauer. Von Bollendorf nach Echternacherbrück. Landschaftlich reizvoll schlängelt sich der kleine Fluß durch Wälder und Wiesen. Kleine Blockstufen und Wehre sorgten für Abwechslung beim Paddeln. Wie auch die vielen Leihcanadier, die auf dem Weg umfahren werden müssen, da sie an Steinen und Gestrüpp hängen geblieben sind.

Die Fahrt auf der Sauer bildete einen schönen Abschluss der Wanderfahrt und so mancher Paddler staunt heute noch über die Kratzer im Boot, die die Bootsrutschen als Andenken hinterlassen haben.

 

25. bis 28. Mai // Wildwasser fÜr AnfÄnGer & Fortgeschrittene

An die 20 Paddler des WSV Brühl verbrachten über Christi Himmelfahrt einige Tage auf einem Campingplatz am Riegsee im Allgäu, um auf den dortigen Flüssen Loisach, Isar und Ammer Wildwasser zu fahren. Die bunt gemischte Gruppe reichte von absoluten Anfängern bis zu sehr erfahrenen Wildwasserfahrern.

Dies bedeutete für Fahrtenleiter Achim Christ eine große Herausforderung. Schließlich mußten die zu fahrenden Flußabschnitte zum jeweiligen Können der Einzelnen passen. Der Spaß und das Üben sollte im Vordergrund stehen, keiner sollte unterfordert oder gar überfordert sein. Die "Neuen" sollten von den "Alten Hasen" lernen. So wurden mehrere Gruppen eingeteilt, um dem gerecht zu werden.

Alle Fahrten wurden von wunderbarem Sonnenschein und schöner Landschaft begleitet. Am ersten Tag gingen die Anfänger mit einigen der besseren Fahrer auf einen einfachen Abschnitt der Loisach, um erste Erfahrungen mit wildem Wasser zu sammeln. Die Fortgeschrittenen fuhren mit den Könnern auf der Isar von Scharnitz in Österreich bis Mittenwald. Am zweiten und dritten Tag ging es auf die Obere Ammer mit der unter Paddlern sehr bekannten Technikstelle "Scheibum" und den beeindruckenden Schleierfällen. Oder auf der Isar von Krün bis Vorderriß mit ihrem breiten Kiesbett und verschlungenen Wasserläufen.

Abends kamen wieder alle Paddler zusammen und unterhielten sich rege darüber, wie der Tag verlaufen ist und welche Erfahrungen sowie Fortschritte man am Tag gemacht hatte. Es sind auch einige Kenterungen passiert. So konnte das Wissen aus dem kürzlich erfolgten Retten & Bergen Kurs gleich angewendet werden. Alle waren glücklich an der Fahrt teilgenommen zu haben. Vor allem auch wegen der guten Organisation und dem Zusammenhalt in der Gruppe.

 

06./07. und 13./14. Mai 2017 // Zwei Wochenenden, zwei mal Retten & Bergen

Eine Kenterung auf einer Vereinsfahrt im letzten Jahr hatte die Diskussion ausgelöst. In wie weit müssen Wander- und Tourenpaddler, die eher auf ruhigeren Gewässern unterwegs sind, über Ausrüstung und Kenntnisse verfügen, um in Notsituationen helfen zu können?

Darauf kann es laut Achim Christ, ein erfahrener Wildwasserfahrer und seit mehr als 20 Jahren Mitglied im Lehrteam des Baden-Württembergischen Kanu Verbandes nur eine Antwort geben: auch auf Zahmwasser kann es zu Unfällen und gefährliche Situationen kommen. Daher muss jeder Paddler in der Lage sein helfend einzuschreiten.

Es wurde der gemeinsame Beschluss gefasst die Paddler vom WSV Brühl - egal ob sie auf wilden Bächen unterwegs sind oder einfach nur gemütlich die Natur genießen wollen - in Rettung & Bergung zu unterrichten.

Die monatlichen Paddlertreffs im Bootshaus wurden für Theorieeinheiten genutzt. Was kann passieren? Welche Ausrüstung ist sinnvoll und für was wird sie benötigt?

Die Schwimmweste ist der Grundstock der Sicherheitsausrüstung. Darin enthalten Signalpfeife und Rettungsmesser. Ein Wurfsack - mit eingelegtem, schwimmfähigen Seil - gehört in jedes Boot, um damit Personen oder Material aus dem Wasser zu bergen. Dazu passend Karabiner und eine Umlenkrolle, falls ein Flaschenzug zur Bootsbergung erforderlich ist.

Die Paddler brachten Ihre persönliche Ausrüstung auf den gewünschten Stand, um beim nächsten Treffen auch schon den Umgang damit auf dem Trockenen zu üben.

Zielwerfen mit dem Wurfsack erfordert eine gewisse Technik, damit das Seil an der gewünschten Stelle ankommt. Wie befestigt man Boote? Wie überquert man sicher das Gewässer von einer Uferseite zur anderen, wenn starke Strömung herrscht? Wie baut man einen Flaschenzug? All diese Punkte wurden in der Gruppe vor dem Bootshaus einstudiert, um es dann am ersten, praktischen Wochenende auf der Murg im Schwarzwald umzusetzen.

Nach einer Einstimmungsfahrt auf einem ruhigeren Abschnitt der Murg wurde unterhalb einer Brücke ein Unfallszenario aufgebaut. Hier lag der Schwerpunkt auf Personenrettung und Materialbergung vom Ufer aus. Die Gruppen bekamen jeweils unterschiedliche Aufgaben, um Mensch und Boot in Sicherheit zu bringen. Es war festzustellen, daß es noch viel Diskussionsbedarf gab, wie die Rettung vonstatten gehen sollte. Es gibt ja nicht immer nur einen Lösungsweg. Am zweiten Tag ging es schon etwas leichter von der Hand. An einem wilderen Stück des Flusses wurde eine "hilflose" Paddlerin mitsamt Boot sicher von der einen Uferseite auf die andere gebracht.

Der Umgang mit gekenterten Booten und Paddlern auf offenem Wasser wurde das Wochenende darauf vor dem Bootshaus des WSV auf Altrhein und Rhein trainiert. Das Einsammeln von verlorenen Paddeln und die Weiterfahrt mit 2 Paddeln in der Hand. Vollgelaufene Boote in der Strömung ans Ufer bugsieren, das kräftezehrende Abschleppen von schwimmenden Personen, auf oder am Heck des eigenen Bootes. Oder sogar festgeklammert an der Nase des Bootes.

Die Neoprenanzüge machten das Schwimmen im 14° C kalten Rhein erträglich, der immer wiederkehrende Regen störte nicht und die letzte Übung wurde mit Begeisterung angegangen. Am Ufer des Rheines postierten sich Paddler mit Wurfsäcken, um nacheinander auf dem Rhein abwärtstreibende Paddler mit einem gezielten Wurf ans Seil zu nehmen und so aus der Strömung ans Ufer zu ziehen. Jeder musste einmal schwimmen und jeder musste einmal retten.

Beim anschließenden Resümee im trockenen und warmen Bootshaus bedankten sich die Teilnehmer bei Achim Christ für diesen Impuls und sein Engagement bei der Umsetzung. Es war ein erster Schritt, um die Grundlagen kennenzulernen. Jetzt gilt es Routine zu gewinnen und das kann nur durch weiteres Üben erfolgen. So wurde der Plan gefasst bei der kommenden Wildwasserfahrt des Vereines auch Übungszenarien mit einzubauen, um weiter für den den Ernstfall gerüstet zu sein, der hoffentlich nie eintritt.