Die diesjährige Vereinsfahrt führte 17 Paddler des WSV Brühl nach Hann, Münden in Niedersachsen. Der Campingplatz des Kanuclubs Hann. Münden, direkt an der Fulda gelegen, diente als Basis. Dort wurden Zelte aufgeschlagen, sowie Wohnwagen und Camper aufgestellt. Auch eine kleine dort stehende Hütte wurde bezogen.
Bisher stand das Paddelrevier rund um Hann. Münden noch gar nicht auf dem Plan des WSV. Ein kleine Gruppe rund um Wanderwartin Melanie Kupka hatte die Region mit den Flüssen Fulda, Weser und Werra im Vorjahr ausgekundschaftet und als gut geeignet empfunden. Großer Vorteil ist, dass bei allen 3 Fahrten entweder am Campingplatz eingesetzt oder ausgebootet werden konnte.
Am ersten Tag stand die Strecke auf der Fulda von Niesetal nach Hann. Münden an und war mit 22 km und wenig fließendem Wasser gleich von der Kondition her die anspruchsvollste Tour. Die breite Fulda mit wenig Strömung zog sich ruhig durch die von Wäldern umgebene wunderschöne Landschaft. Willkommene Abwechslung dieser Tour waren zwei Wehre, die durch Bootsrutschen überwunden werden konnten. Diese werden eigens in das Bauwerk mit eingebaut, um kleinen unmotorisierten Booten ein Umtragenzu ersparen. Es handelt sich dabei um schmale Rinnen durch die Wasser geleitet wird. Da es dabei flott bergab ging, brachte es den Paddlern einen großen Spaß und führte bei dem ein oder anderen zu lauten Freudenrufen. Der Abend klang dann auf dem Campingplatz mit gemeinsamen Abendessen aus. Der zweite Paddeltag führte auf die Weser 23 km von Hann. Münden nach Weißehütte. Kaum am Campingplatz noch auf der Fulda eingesetzt, folgte bald schon eine Schleusung. Da die Gruppe beim Schleusenwärter angemeldet war, konnte diese zügig in den Schleusenbereich einfahren. Die Tore schlossen sich und die Schleuse wurde mit Wasser gefüllt, so dass die Paddler ca. 4 Meter nach oben versetzt wurden. Kaum aus der Schleuse rausgefahren wurde der Werstein passiert. Dieser markiert den Zusammenfluss von Fulda und Werra zur Weser.
Auf dem Stein ist folgendes zu lesen:
Wo Werra sich und Fulda küssen
Sie ihre Namen büßen müssen
Und hier entsteht durch diesen Kuss
Deutsch bis zum Meer der Weserfluss
(Hann. Münden, d. 31. Juli 1899).
Danach floss die Weser, etwas flotter als die Fulda am Vortag,durch die von Wiesen und Wäldern umgebene Landschaft. So war noch genug Zeit, um auf halber Strecke in einem Biergarten direkt am Wasser eine ausgiebige Mittagspause einzulegen, bevor ein Regenguss die Paddler überraschte. Da es Wassersportler gewohnt sind von unten und manchmal auch von oben nass zu werden, nahm die Gruppe es gelassen hin. Am dritten Tag stand die 23 km weite Strecke von Witzenhausen nach Hann. Münden an. Das Wetter war and diesem Tag ideal mit Sonne und Wolken. Es mussten auf der Strecke zweit Wehre umtragen werden und gegen Ende gab es nochmal eine Schleusung, bevor am Campingplatz die Fahrt zu Ende ging. Der letzte Abend klang bei einem gemeinsamen Restaurantbesuch aus. Die Gruppe, von jungen Paddlern bis hin zu älteren war, war sehr harmonisch. Alle hatten sichtlich Spaß und es wurde sich gegenseitig bei den Ein- und Ausstiegen und Umtragestellen unterstützt. Die Geselligkeit kam auch nicht zu kurz. So war die Vereinsfahrt 2026 ein voller Erfolg. Einen besonderen Dank gilt hier der Wanderwartin Melanie Kupka für die hervorragende Organisation.
(MS)

